IE6 - Wie ein Browser das Netz ausbremst…
Quelle/Zitat: www.huepenbecker-design.de
Im Jahre 2001 – im Computerbusiness eine Ewigkeit her – stellte Microsoft die Version 6.0 seines Browsers »Internet Explorer« vor, und man mußte zugeben: verglichen mit der damaligen Konkurrenz war er sicher nicht der schlechteste. Doch 2001 ist lang her, vieles hat sich verändert, und der IE6 ist seit einigen Jahren die Fortschrittsbremse schlechthin im Web.
Warum auch Sie sich vom IE6 verabschieden sollten.
Als der IE6 entwickelt wurde befand sich das Webdesign in einer Zeit des Umbruchs. Nach Experimenten mit Frames, zu Layoutzwecken missbrauchten Tabellen und indiskutablen Lösungen wie Texten die als Grafiken gesetzt wurden, die zu immer komplexeren Codemonstern führten, begann man langsam aber sicher zu begreifen welche Vorteile die Einhaltung von Webstandards, sauberer Code und eine Trennung von Layout und Inhalt mit sich brachten.
Der IE6 hingegen setzte noch andere Prioritäten. So konnte er zwar mit Spielereien wie bunten Scrollbalken, Seitenübergangseffekten etc. aufwarten, scheitert jedoch oftmals an der korrekten Darstellung standardkonform geschriebenen Codes.
Aufgrund der Verbreitung des IE6 konnte man diesen jedoch nicht einfach ignorieren. Und so führte das Bestreben standardkonformen Code zu schreiben, der aber zugleich im IE6 korrekt angezeigt wird, zur Entwicklung sogenannter Hacks, Browserweichen etc.. Mitunter sehr komplexe und zeitaufwändige Anpassungsarbeiten.
Warum nicht weiter für den IE6 anpassen?
Natürlich ist seither das Webdesign nicht stehen geblieben. Es gibt neue – oder wiederentdeckte – Technologien wie AJAX, die mehr Bedienkomfort, interessantere Features und mehr Interaktion bieten. Es gibt fortgeschrittene CSS-Techniken die für flexiblere Darstellung sorgen etc.
Und irgendwann ist nun einmal der Punkt erreicht, an dem Anpassungen die für den IE6 notwendig wären wirtschaftlich keinen Sinn mehr machen, technisch extrem aufwendig werden, oder schlicht nicht möglich sind.
Da aber zugleich noch ein relativ großer, nicht einfach auszuschliessender, Anteil der Besucher mancher Angebote im Web mit dem IE6 surft, werden längst nicht alle Möglichkeiten moderner Browser ausgenutzt.
Umsteigen – welcher Browser ist der richtige?
Und wenn Ihnen all diese Argumente immer noch nicht ausreichen, dann wirkt vielleicht das Argument: mit einem modernen Browser surfen Sie komfortabler und sicherer. Beispielsweise durch Zoomfunktionen, Tabbed-Browsing, Sicherheitswarnungen etc.
Die Auswahl ist mittlerweile recht groß, und daher will ich nur die drei wichtigsten modernen Alternativen aufzeigen:
Alle drei Alternativen bestechen im Vergleich zum IE6 – aber auch IE7 – durch eine weitesgehend korrekte Interpretation der Webstandards, die dem Webdesigner wesentlich mehr Möglichkeiten einräumt zugleich schlanke und zugängliche Sites zu gestalten. Die Ihnen mehr Komfort, interessantere Features und smartere Detaillösungen zu bieten haben.
Um herauszufinden welche der Alternativen ihnen am meisten zusagt, empfiehlt es sich die Browser einfach einmal zu installieren, und zu testen.
Und der IE7?
Neben diesen Alternativen können Sie natürlich auch einfach auf den Nachfolger des IE6, den IE7 umsteigen. Leider hat auch dieser gegenüber den oben erwähnten Alternativen noch diverse Schwächen, weshalb ich persönlich davon abraten würde.
